1000 Gründe, warum Autos keine Zukunft haben dürfen

  1. Autos töten Menschen, direkt und indirekt. Durch giftige Abgase und durch mechanische Gewalt in einem Umfang, dass einem der Atem stockt!
    Etwa 3.000 pro Jahr in Deutschland (und es waren auch schon über 10.000), etwa 50.000 pro Jahr in Europa und fast 1.000.000 weltweit (mehr schafft nur noch die neoliberale Weltordnung, Stichwort bei Interesse: Wir lassen sie verhungern). Man sollte eigentlich meinen, dass das ausreichen müsste, um Autos sofort zu verbieten. Aber das ist noch lange nicht alles…
  2. Autos verletzen und verstümmeln Menschen jeden Tag. Alleine in Berlin waren es im letzten Jahr (2018) über 2000.
  3. Hinter jedem dieser Menschen stehen weitere Menschen, die mit den Folgen eines zerstörten Lebens klar kommen müssen, die ein Kind, einen Partner, einen lieben Freund, eine liebe Freundin verlieren. Welcher individuelle „Nutzen“ könnte das jemals aufwiegen? In meiner Welt gibt es keinen solchen Nutzen.
  4. Autos fressen den öffentlichen Raum, mit dem man wirklich etwas schöneres machen könnte, als Autos drauf zu stellen. Vgl. http://www.parking-day-berlin.de/
  5. Autofahren ist ungesund – auch für den Autofahrer selbst: Dünne Beine, dicker Bauch wegen fehlender Bewegung und roter Kopf vom Streß. So sieht der notorische Autofahrer nach ein paar Jahren aus. Das kann nicht gesund sein.
  6. Punkte 1-4 legen nahe, dass man die gesamtgesellschaftlichen Kosten des Autofahrens einmal nachrechnen sollte. Ich bin mir sicher, dass diese eigentlich nicht vertretbar sind. Insbesondere wenn man bedenkt, dass zwar die Kosten auf die Allgemeinheit abgewälzt, der Nutzen aber (wie so oft in unserem bezauberndem Wirtschaftssystem) privatisiert wird.
    Freundlicherweise hat das jemand mal überschlagen:
    https://volksentscheid-fahrrad.de/de/2016/09/16/die-wahren-kosten-des-autoverkehrs-2675/
    Nachtrag: Diese Kosten liegen bei bis zu 100 Milliarden pro Jahr in Deutschland. https://www.sueddeutsche.de/gesundheit/deutschland-weltweit-luftverschmutzung-diesel-feinstaub-ozon-1.4346703
  7. Der motorisierte Individualverkehr mit Autos verschwendet fossile Energie in geradezu biblischem Ausmaß. Erklärt das mal den Leutchen in 50 Jahren… aber da hat dann natürlich keiner was gewusst. Kennt man ja noch von den Großeltern, gell?
  8. Für die Produktion von Treibstoff wird weltweit Natur – und damit Lebensgrundlage aller auch zukünftiger Menschen – in gewaltigen Ausmaß zerstört.
  9. Für die Produktion von sogenanntem „Biotreibstoff“ (gibt es einen übleren Euphemismus als diesen) werden der Nahrungsmittelproduktion wichtige Anbauflächen entzogen – wir tanken das Essen der anderen! Also eigentlich tanken Sie das Essen der anderen, ich besitze natürlich kein Auto.
    Schauen Sie doch mal hier: https://www.abenteuer-regenwald.de/bedrohungen/biosprit
  10. Autos sind schon im Kern technisch unzulänglich, der Wirkungsgrad eines Otto-Motors ist bis zum heutigen Tage lächerlich schlecht und liegt bei etwa 30%. Der Rest der aufgewendeten Energie ist komplett verschwendet.
    https://www.lernhelfer.de/schuelerlexikon/physik/artikel/ottomotor
  11. Aber auch die 30% sind weitgehend verschwendet, weil immer nur eine Person im Auto sitzt (im Schnitt etwa 1,2 Personen)
  12. Die Abhängigkeit vom Erdöl führt dazu, dass wir Staaten mit Geld fluten, die antidemokratisch, frauenfeindlich, homophob, autoritär und vieles mehr sind und oft auch noch den internationalen Terror mitfinanzieren. Das sollte man sich beim Tanken vor Augen halten. Einige miesgelaunte Misantropen wird das sicher freuen, aber gehören Sie dazu?
  13. Das viele Geld, das in Straßenbau und -erhalt die marginale Beherrschung des Chaos auf eben diesen fließt (ja das macht die Polizei, die wir alle bezahlen und die wirklich besseres zu tun hätte, als Blechschäden aufzuschreiben) fehlt natürlich bei den dringend notwendigen Investitionen in den Ausbau des ÖPNV, mit dem wir alle besser und sicherer fahren würden.
  14. Der Lärm des MIV lässt Leute nicht mehr schlafen.
  15. Giftige Abgase machen uns krank und bringen uns um.
  16. Wir alle müssen Angst um unsere Kinder haben, es sei denn wir fahren sie jeden Tag mit einem SUV in die Schule/ KITA, was natürlich höchst antisozial und dumm ist. Es erinnerst an das gleichfalls idiotische Wettrüsten:
    http://www.sueddeutsche.de/politik/konsumverhalten-im-westen-sie-sitzen-in-ihren-kleinen-panzern-und-zerstoeren-natur-1.3610212
  17. Autos sind in einer geradzu obszönen Weise ineffizient und beleidigen dadurch die Intelligenz der menschliche Spezies und ihr Potential als Ganzes. Die meiste Zeit stehen sie nur rum, verbrauchen aber gewaltige Mengen an Resourcen und Platz.
  18. Automobile sind das Gegenteil von mobil, dehalb nennt sie auch keiner mehr so, sondern man nennt sie Auto, weil sie Selbstläufer, im Wortsinn ein Automatismus sind, die ihre Berechtigung aus sich selbst ziehen. Mein Haus, mein Auto…
  19. Die allermeisten Menschen sind für das sichere Führen eines Autos komplett ungeeignet. Das Maschinen es wesentlich besser können bezweifle ich.
    http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/43383/Beim-Autofahren-hoert-der-Verstand-auf

 

tbc – es werden irgendwann sicher 1000 Gründe sein, aber hey, ich habe noch etwas anders zu tun, als das zu schreiben. Und im Gegensatz zu den Leuten, die ständig die neuen, noch dickeren, noch stärkeren Autos in unserer ach so unabhängigen Presse bejubeln, bekomme ich kein Geld, wenn ich das hier schreibe.

 

3 Antworten auf „1000 Gründe, warum Autos keine Zukunft haben dürfen“

  1. Bei Punkt 7 musste ich dann doch schmunzeln.

    Bisher habe ich nie darüber nachgedacht, ob Autos generell verboten werden sollten.

    Aber jetzt….

    Danke für den Gedankenanstoß.

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