Autofahren und Radfahren

Warum man das Verhalten von Autofahrern und Radfahrern nicht vergleichen kann.

Es gibt meiner Beobachtung nach die gleiche Verteilung von nervenden Rüpeln, aggressiven Vollpfosten, gefährlich Unsozialisierten, aber eben glücklicherweise auch angenehm freundlichen, rücksichtsvollen und friedlichen Leuten auf beiden Seiten der Windschutzscheibe.

Es gibt aber genauso klar erkennbar einen ganz entscheidenden Unterschied: Das Gewaltpotential bzw. Verletzungspotential. Ein Teil der Verkehrsteilnehmer ist mit einer gefährlichen Waffe unterwegs und der andere Teil ist das eben nicht. Und es bedarf ja nicht mal bösen Willens: selbst freundliche, rücksichtsvolle Leute können in einem Auto schon durch eine kleine Unachtsamkeit leicht zur Gefahr für sich und – viel schlimmer noch – für andere werden.

https://www.morgenpost.de/berlin/polizeibericht/article211625775/Geoeffnete-Autotuer-Radfahrerin-bei-Unfall-schwer-verletzt.html

https://www.morgenpost.de/berlin/polizeibericht/article104172723/Auto-rast-in-Menschenmenge-Sieben-Verletzte.html

Trauiriger Nachtrag aus aktuellem Anlass:

https://www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/suv-unfall-in-berlin-mitte-porschefahrer-raste-an-stehendem-verkehr-vorbei/24992440.html

Sobald wir in diesem Land ein Problem mit durch Radfahrer getöten oder schwerverletzten Menschen bekommen, werde ich den Blog fahrräderraus.berlin gründen. Versprochen.

Im Augenblick sind aber ohne jeden Zweifel die Autos, Transporter und LKW auf den Straßen das Problem. Denn durch sie werden jährlich alleine in Deutschland über 3.000 Menschen getötet und noch sehr viele mehr schwer verletzt. Das sind etwa 10 Menschenleben, die wir jeden Tag opfern!

(Sie machen noch jede Menge andere, wirklich schlechte Sachen von Atemluftverpestung bis hin zu Lieblingsschmusekatzenplattfahren, aber dieser Eintrag soll sich auf das unzweifelhafte Hauptübel beschränken.)

Die Verwendung des Autos ist also – wenn man es überhaupt in die Nähe von ungeschützten Menschen lassen will – folgerichtig strengstens zu sanktionieren, Fehlverhalten müssen konsequent und hart bestraft werden.

Das passiert in Deutschland nicht und das ist das Problem.

Verstöße beim Autofahren und Verstöße beim Radfahren etc. gleich oder auch nur ähnlich zu betrachten und mit ähnlichem Maß zu messen, ist in etwa so, als würde man einen Angriff mit einem Sturmgewehr so behandeln wie den Angriff mit einer überreifen Banane.

Wer das auch nur ansatzweise in Frage stellt, der soll doch bitte einmal den Anschlag von Nizza oder Berlin mit wahlweise einem Damenrad,  einem Skateboard oder von mir aus auch auf Inline-Skates nachspielen…

Verstanden?!

Wenn ja, bleiben Sie bitte und lesen Sie weiter – wir haben eine Gesprächsgrundlage.

Eine Antwort auf „Autofahren und Radfahren“

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