Kapitalismus und Autos

Autos bzw. die individuelle sogenannte Mobilität sind das Spiegelbild der aktuellen neokapitalistischen Wirtschaftsweise. Indem die wenigen Vorteile des zutiefst dysfunktionalen Systems denjenige vorbehalten sind, die daran teilnehmen wollen und können – also privatisiert -, die Kosten aber zur Gänze der Gesamtheit der Menschen aufgebürdet – also externalisiert – werden, zeigt sich hier das Gesicht dieser Wirtschaftsweise.

Die Gesellschaft kommt für die entstehenden Kosten beispielsweise im Gesundheitswesen und bei der Bereithaltung der Infrastruktur auf. Der Verkehr belegt Polizei und Justiz mit belanglosen Blechschäden. Jeder Einzelne wird täglich mit den Risiken des Passivfahrens in Form von aggressivem Lärm, giftiger Luft und Verletzungsgefahr konfrontiert. Echten, individuellen Schutz gibt es keinen!

Dies alles ist so nur noch möglich nur vor dem Hintergrund einer skandalösen und zutiefst undemokratischen Verflechtung von Wirtschaft und Politik. Diese zeigt sich gerade wieder, wenn die Industrie auch angesichts des gewaltigen Betrugs am Kunden, am Staat und an der Gesundheit der Bevölkerung (euphemistisch als „Diesel-Affäre“ verniedlicht) nicht in angemessener Weise zur Rechenschaft gezogen wird.

 

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